Checkliste Photovoltaik

Eine Photovoltaikanlage liefert umweltfreundlichen Strom vom eigenen Dach, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist und dort vergütet wird. Man hat sozusagen ein eigenes Kraftwerk auf seinem Gebäude. Der Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist, man erhält eine gesetzlich festgeschriebene Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG). Das Gesetz verp.ichtet den Stromnetzbetreiber, den solar erzeugten Strom gegen eine Einspeisevergütung über
20 Jahre abzunehmen.
Der Strom kann natürlich auch selbst verwendet werden. Es ist auf Grund der politischen Gesetzeslage jedoch wirtschaftlicher, den Strom komplett in das Stromnetz einzuspeisen.
In Gegenden ohne Stromnetz wird der Strom in Solarakkus gespeichert und kann
rund um die Uhr verwendet werden. Im Laufe ihrer Lebenszeit liefert eine Solaranlage übrigens rund sechs- bis fünfzehnmal mehr Energie als zu ihrer Herstellung nötig war.

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Wann bietet sich die Installation einer Solaranlage besonders an?

  • Wenn eine Dachsanierung ansteht.
  • Wenn eine Heizungssanierung ansteht.
  • Wenn Sie klimaschädliches CO2 einsparen wollen.


Erzeugung von Strom aus solarer Strahlung
Viele Menschen möchten zur CO2-Reduktion beitragen. Ausserdem macht die – zumindest teilweise – Unabhängigkeit von Energiekonzernen ein sicheres Gefühl. Nicht zuletzt rechnet sich die Anlage aufgrund der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung (Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG) über 20 Jahre betriebswirtschaftlich.
Nach 15 Jahren hat sich die Anlage in der Regel amortisiert und man erzeugt „gratis“ Strom, welcher vergütet wird. Dies lohnt sich insbesondere aufgrund der
hohen Lebenszeit der Photovoltaik-Anlagen (mehr als 20 Jahre). Die über die Vergütungszeit hinausgehenden Jahre kann der Strom entweder selbst verwendet werden oder wird auf Basis einer anschließenden gesetzlichen Regelung vergütet.

Welche Entscheidungskriterien gibt es für eine Photovoltaikanlage?

Für welche Art einer Photovoltaikanlage man sich entscheidet - eigene Module auf
dem Dach-, als Indach-, Fassaden- Flachdachlösung, als Freiflächenanlage, oder einer
Beteiligung an einer Gemeinschaftsanlage auf einer Schule, dem Gemeindehaus oder
ähnlichem- etwas Gutes für die Umwelt tut man in jedem Fall. Außerdem ist das Geld
zukunftsorientiert angelegt.

Stellen Sie sich zur Entscheidung folgende Fragen:

  • Möchte ich umweltfreundlich und zukunftsorientiert leben?
  • Bietet sich der Einbau einer Solaranlage bei einer anstehenden Dacherneuerung an?
  • Möchte ich mein Geld zukunftsorientiert investieren?
    Gibt es lokale Gruppen, die eine Gemeinschaftsanlage planen und weitere
    Investoren suchen?
  • Möchte ich als Unternehmer investieren, um Steuern zu sparen?
  • Als Unternehmer das Grüne Image meines Unternehmens verbessern?
  • Ich möchte über meine Solaranlage CO2 einsparen und somit meinen Beitrag
    zum Umweltschutz liefern.

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Prüfung der baulichen Voraussetzungen:

Wo sollen die Module installiert werden?

-Auf dem Dach
-Auf einem Nebengebäude
-Neben dem Gebäude auf einer Freifläche
-An der Fassade

Bei einer Ausrichtung nach Süden und einer Neigung von 30 ° erhält man maximale Erträge.
Schatten sollte unbedingt vermieden werden – auch für die Zukunft z. B.
durch wachsende Bäume, Neubauten in unmittelbarer Nähe, etc.
Neubau: dachintegrierte Module sparen die Dacheindeckung und passen sich
harmonischer in das Gesamtbild des Gebäudes ein (ebenso fassadenintegrierte
Anlagen).
Altbau: die Nachrüstung einer Photovoltaikanlage ist unkompliziert möglich.
Von Vorteil ist ein freier Schacht / freier Kaminzug (vom Dach zum Keller) für
das Stromkabel.
Der Denkmal- oder Ensembleschutz muss ggf. beachtet werden.
Eine Baugenehmigung ist in den meisten Fällen nicht notwendig (näheres hierzu
regeln die Landesbauordnungen).

Welche Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten gibt es?
Informieren Sie sich  über die Einspeisevergütung nach dem EEG sowie die möglichen Förderprogramme
der Länder.
Wichtig: Mögliche weitere Fördermittelanträge oder Kreditverträge müssen vor
Beginn des Vorhabens (z. B. erster verbindlicher Auftrag) gestellt werden.
Es sollten 2–3 Kostenvoranschläge bei verschiedenen Fachbetrieben eingeholt werden.

Wie finde ich den geeigneten Fachbetrieb?


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Was ist bei einem Kostenvoranschlag zu beachten?
Für die Angebotserstellung einer Photovoltaikanlage ist ein Beratungsgespräch vor Ort notwendig, um auf die örtlichen Begebenheiten des Gebäudes einzugehen. Die Solaranlage muss Ihren Bedürfnissen und Vorstellungen abgestimmt sein.

Ist das Angebot verständlich?
Lässt es Vergleiche mit konkurrierenden Angeboten zu?

Woran erkenne ich ein gutes Angebot?

Prüfen Sie das Angebot sehr genau. Es sollte Ihren Erwartungen und den bisherigen
Absprachen entsprechen. Die wesentlichen Komponenten (Solargenerator, Wechselrichter/ Netzeinspeisegerät, Zähler, Netzanschluss, Kabel, Arbeitszeit) sollten
benannt, detailliert beschrieben sein oder anhand beigefügter Datenblätter der
Hersteller spezi.ziert werden, unter Angabe der Garantiebedingungen. Sämtliche
Montage- und Fahrtkosten sollten ausgewiesen sein, weiterhin ist auf die Liefer-
und Geschäftsbedingungen zu achten.

Fragen an den Fachbetrieb

Die Qualität der Beratung hat bei Auswahl des Installationsbetriebs einen hohen
Stellenwert. Daher sind im Folgenden Fragen zusammengestellt, die in einem persönlichen Gespräch mit einem Solaranlagenanbieter besprochen werden sollten:

Anlagekonzepte

  • Wird auf die Vor- und Nachteile verschiedener Anlagenkonzepte eingegangen?
    Sind diese abhängig von der gewünschten Technik, der vorgesehenen Dachfläche und den Anforderungen an Qualität und Optik?
  • Wird auf den Aufstellort der Module sowie des Wechselrichters eingegangen?
  • Muss ein Blitzschutzkonzept beachtet werden?

Anlage

  • Wird auf die Vor- bzw. Nachteile der Reihen- bzw. der Paralellschaltung eingegangen?
  • Bei der Reihenschaltung bestimmt das schwächste Modul die Leistung, daher ist beieiner Teilabschattung (z. B. durch Bäume) die Parallelschaltung eher zu empfehlen.
  • Werden die verschiedenen Vor- und Nachteile von Netzeinspeisegerät- bzw. Wechselrichter-Konzept betrachtet?
  • Es gibt Zentral- / Strang-Wechselrichter mit oder ohne Trafo. Bei trafolosen Wechselrichtern ist zur Sicherheit des Installateurs und Nutzers ein allstromsensitiver Fehlerstromschalter (FI) einzubauen.
  • Wird die Lebensdauer und die Qualität konkurrierender Solargeneratoren verglichen?
  • Welche Montagemöglichkeiten existieren?
  • Trennstelle bei Ausfall oder Abschaltung des öffentlichen Stromnetzes im Wechselrichter vorhanden (ENS)?
  • Ist eine Versicherung der Anlage vorgesehen?
  • Eine Haftpflichtversicherung wird grundsätzlich empfohlen. Spezielle Solarversicherungen (Allgefahren- („Vollkasko“), Ertragsausfall- und Ertragsgarantieversicherung) werden je nach Absicherungsbedürfnis des Betreibers angeraten.

Amortisation

  • Energetisch: Ist geklärt, zu welchem Zeitpunkt die Photovoltaikanlage so viel Energie
    produziert haben wird, wie zu ihrer Herstellung und Montage benötigt wurde?
  • Monetär: Wann hat sich die Photovoltaikanlage amortisiert?
    Steigert die Anlage den Marktwert der Immobilie?

    Dach
  • Wird die Anlage von Fachkräften (Solar, Dach, Elektro) montiert?
  • Ist die Dichtheit des Daches auch unter extremen Bedingungen gesichert?
    Gewährleistung
  • Wer gewährleistet den einwandfreien Betrieb sowie die fehlerfreie Installation
    der Anlage? (Wichtig, wenn mehrere Gewerke- z. B. Elektro- und Dachhandwerk gemeinsam installieren)

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